FritzBlog

Letztes Update 1.10.2007 --- Für die Werbungen kann ich nichts (und kann nichts gegen tun...)

Hallo Leute!

Eine wunderschöne (aber leider unfertige) Karte meiner Reiseroute gibt es unter diesem Link.

Die Runde herum - 29.07.2007

Hallo Leute!

Die zehn Monate meines Aufenthaltes in Australien neigen sich immer mehr dem Ende zu und doch fehlt noch ein grosses Stueck an Strecke in meinen Berichten. Von der gesamten Ostkueste habe ich noch nicht berichtet und moechte den Reiseberichten damit ein ordentliches Ende geben und diese nicht kurz vor dem Schluss aufgeben. So folgen auch gleich die wichtig Erlebnisse die ich nach der Ankunft in Cairns hatte bis hin zum Punkt, wo sich meine Runde um Australien schliesst.

Nach dem Flug von Darwin nach Cairns musste ich ersteinmal feststellen, das es dort in meinen Augen doch erheblich tropischer ist, als in Darwin. Die Temperaturen waren nicht ganz so hoch, aber immer noch angenehm warm. Nur die Luftfeuchte war um einiges hoeher. Ausserdem war es meist wolkig und ich sah nach einem Monat Trockenheit wieder Regen, den es leider des Oefteren gab. Von Cairns aus machte ich einen Abstecher zum Cape Tribulation und dem Daintree Rainforest. Hier konnte ich, in einer ausgiebigen Tour durch den gruenen und mit allenmoeglichen Gewaechsen verschlungenen Regenwald, dessen Vielfalt, Undurchdringlichkeit aber auch Rauhheit bewundern. Ausserdem gab es das faszinierende Bild des Regenwaldes, welcher direkt bis ans Meer heran reicht und damit einen Traumstrand schafft, auf dem man mit etwas Glueck sogar die ein oder andere Kokusnuss findet. Diese kann man, wenn man ausdauernd genug bei den Oeffnungsversuchen ist, dann auch als Nachspeise beim Abendbrot verkosten. Das einzige was einem den Spass am Strand und Meer verderben koennte, ist die Krokodil- Gefahr, welche ueberall (vornehmlich jedoch in Fluessen) present ist. Gluecklicher Weise war es fuer mich, der ich aus dem heissen Darwin kam, sowieso zu kalt um ein erfrischendes Bad im Meer zu nehmen.

Zurueck in Cairns ging es schliesslich gen Sueden, Sydney entgegen. Cairns ist uebrigens nicht, wie viele vermuten, die zweitgroesste Stadt in QLD (nach der Hauptstadt Brisbane), sondern Townsville ist es, auch wenn Cairns mir die belebtere, schoene und touristischere zu sein scheint. Townsville ist, abgesehen vom Castle Hill, welcher ueber der Stadt thront, nicht weiter interessant, und eher Ausgangspunkt fuer Besuche von Magnetic Island, einer Insel in der Bucht vor Townsville. Dort kann man unter anderem wilde Wallabies (kleine "Kangaroos") fuettern, die ziemlich zutraulich sind, einem aus der Hand fressen und sich mit etwas Glueck sogar steicheln lassen, was einem die Chance gibt, das unglaublich weiche Fell zu bewundern. Ausserdem mischen sich mancheinmal das eine oder ander Possum unter die unzaehligen Wallabies, wobei diese vielleicht nicht ganz so niedlich, jedoch nicht weniger scheu sind.

Danach ging es weiter nach Airlie Beach, wo es im Ort nichts zu sehen gibt jedoch den Hafen fuer die meisten Segeltrips um die Whitsunday Islands bildet. Die fast zwei Tage auf dem Segelboot waren leider total verregnet un ziemlich kalt, sondass das Wasser, welches in dieser Gegend nicht unter 24 Grad Celsius aufweist, mit letzteren noch waermer war als ausserhalb. Trotz des schlechten Wetters ueber Wasser, war die Sicht im Wasser beim schnorcheln relativ gut und ein bestimmt 1,5 Meter langer und fetter Fisch ein besonderes Erlebnis. Letzerer war von den vielen Touristenboten, welche kommen und fuettern, gut "trainiert" und zeigte sich beim Boot einige Minuten nach der Ankunft, um die fast Tennisballgrossen Brocken Brot durch ein laessiges oeffnen des Mauls mit einem Strom von Wasser einzusaugen und dann entspannt auf den naechsten Happen zu warten. Auch konnte man auf weniger als zwei Metern neben ihm her schwimmen und ihn bewundern, und er starrte einfach nur mit seinen grossen Augen zurueck, bis man sich ein wenige zu schnell bewegte, um an die Oberflaeche zu gelangen und Luft zu schnappen und er gemaechlich zur Seite wegdriftete... Richtig gesegelt wurde auf dem Trip allerdings nur eine kurze Strecke auf dem Rueckweg zum Hafen und ich bin auch gar nicht boese darueber, zu mal es mit dem Motor doch wesentlich komfortabler ist.

Nachdem das etwas schaukelnde Gefuehl vom Boot, welches noch eine Weile nach der Rueckkehr aufs "Festland" anhielt, abgeklungen war, fuhr ich mit dem Bus ueber "Town of 1770", wo Captain James Cook im Jahre 1770 das erste mal australisches Festland betrat nach Rainbow Beach. Auch hier hat der Ort selbst wiedereinmal nichts zu bieten, ist jedoch Basis fuer einen weiteren Inselbesuch. Diesmal ist die Insel "Fraser Island", welches die groesste Sandinsel auf dem Globus sein soll und wohl, abgesehen von zwei steinigen Klippen, komplett aus Sand besteht. Vor allem die Sandverwehungen etwas weiter hinter dem Strand sind monstroes und sobald man in eine hineinlaeuft, fuehlt man sich wie in der Wueste. Ausserdem beheimatet die Insel die reinrassigsten Dingos (um einen weitern australischen Superlativ herauszukehren), welche ich allerdings nur an zwei Gelegenheiten kurz sehen konnte. Aber die sind ja am Ende nicht so verschieden von Hunden, ausser das wohl die meisten ein sandfarbenes Fell zu scheinen haben.

Nach der Sandinsel war mein naechster Stop Noosa. Hier war ich fast zwei Tage auf dem Noosa River im Great Sandy National Park (wozu auch Fraser Island gehoert) Kanu fahren, was mir wiedereinmal zeigte, wie schoen es ist sich lautlos und gemaechlich auf einem Wasser dahin zu bewegen und die Natur herum zu bewundern. Ausserdem merkte ich das paddeln in einem vernuenftigen Paddelboot jedoch weitaus besser ist, zumal dieses Kanu "umgeruehre" sehr einseitig ist und man nicht in Balance bleibt. Von Noosa besuchte ich auch den bekannten Australia Zoo (der Zoo von Steve Irvin ("Crocodile Hunter")) wo es unter anderem einige majestaetische Krokodile und eine fantastische Vogel- Freiflug- Vorfuehrung gibt.

Von da aus ging die restliche Strecke und Zeit relativ schnell vorbei. Nach Noosa war Brisbane der naechste Stop und nach ein paar Tagen ging es ueber die Cold Coast (Surfers Paradise), welche man sich wohl in etwas wie ein mediterranen Urlaubsstrand vorstellen kann und Byron Bay, welches mit Cape Byron den oestlichsten Punkt auf australischem Festland hat, nach Port Macquarie, wo ich mich fuer eine Walwatching Tour entschieden habe. Und abgesehen von vielen kurzen Blicken auf eine Rueckenflosse konnte ich auch einen enormen Platsch von einem aus dem Meer "springenden" Wal bewundern (,bei dem ich aber leider zu langsam war mit der Kamera).

Mit der Fahrt nach Newcastle schloss sich schliesslich meine Runde um Australien und nach dem nochmaligen Besuch von Freunden in Tamworth, kehre ich in ein paar Tagen zurueck nach Sydney, um in Ruhe meine Abreise und Rueckkehr vorbereiten zu koennen.

Ich freue mich schon auf die Heimkehr (am 2.8.2007), wobei sich die Vorfreude beim kommenden "Souvenier- shoppen" wohl noch verstaerken wird (obwoh ich shoppen immer gehasst habe und eigentlich auch noch tue, aber dies bildet wohl eine Ausnahme)!

Bis bald!

Fritz

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Die Wunder von Western Australia - 18.06.2007

Hallihallo liebe Leute!

 

Aus Cairns (QLD) und vom fernen Australien lasse ich nun auch einmal wieder etwas von mir hoeren. Perth to Cairns ist ein langer Weg, auch wenn ich die letzten paar tausend Kilometer von Darwin nach Cairns im Flugzeug hinter mich gebracht habe, sind dennoch genug (ueber 6000) uebrig um davon zu berichten. Und dazu kommt noch das "kleine" Stueck im Suedwesten (suedlich von Perth) welches an sich auch schon eine dreistellige Wegstrecke belegt. So geht es von Termitenhuegel, Schildkroeten und Crocodilen ueber faszinierende Talschluchten, Berge und Sumpflaender bis hin zu Riesenbaeumen, Aborigines Felsmalerei und grossen Trucks...

 

In Perth war ich eigentlich viel zu lange, aber dafuer habe ich dort eine Mitfahrgelegenheit nach Darwin gefunden. Nach einem kleinen Treffen mit Marco (25 jaehriger Schweizer, der das Auto gemietet hat) und Manuela (27 aus Bayern) 19.4.2007 wurde das Abfahrtsdatum fuer Anfang May festgelegt, und so hat es wunderbar gepasst, dass ich noch eine Woche in den Suedwesten des Landes konnte.

 

Und so ging es fuehr mich am naechsten Tag mit dem Bus zu dem Suedwestlichsten Dorf Australiens: Augusta (nicht zu verwechseln uebrigens mit Port Augusta in SA am Spencer Gulf). Hier habe ich einen ausgiebigen Strand und Duenenspaziergang gemacht, bei dem man das Meer richtig arbeiten sieht, denn ein Teil der Duenenlandschaft ist bei Ebbe trocken und bei Flut mit etwas Wasser ueberspuelt. Was jedoch schoener war, war das unheimlich klare Wasser mit unzaehligen kleinen, sandfarbenen Fischlein drin und der unglaublich weiche Sand. Wenn man das richtige Stueckchen Strand erwischte sank man bei jedem Schritt ersteinmal 5cm ein, egal wie vorsichtig man versuchte ueber den Strand zu gehen. Ausserdem bin ich noch zum Cape Leeuwin, welches dann wirklich der suedwestlichste Landzipfel ist und an dem Indic und Pazific aufeinander treffen (oder so wird es gesagt). Nun gut, ausser ziemlich viel Wasser und einem kleinen weissen Leuchtturm gab es dort aber nicht allzuviel zu sehen.

 

Der naechste Stop nach Augusta war Pemberton, wo ich eine Nacht bleiben musste, wegen der Bussverbindung. Doch auch das war sehr gut, denn so hatte ich genug Zeit den Gloucester Tree, einen riesigen Red Tingle Tree zu besichtigen und zu besteigen! Und das war schon etwas abenteuerlustig. Denn zu besteigen ging es ueber Eisenstaebe, die Wendeltreppenartig als "Leiter" in den Baum geschlagen waren. Und das bis in atemberaubende 61m Hoehe ueber den Baumkronen. Der Abstieg war letztendlich schwieriger als der Aufstieg, da man immer nach unten schauen musste um die naechste Sprosse zu finden und dazu noch obacht geben das man sich nicht das Knie stoesst, an den engen Sprossen.

 

Am gleichen Tag habe ich dann noch den Bus nach Walpole genommen, welches fuer mich als Ausgangsbasis fuer den Tree Top Walk und den Karri Forest fungierte. Von Walpole aus besuchte ich wie gesagt den Tree Top Walk, welcher im Gegensatz zum Gloucester Tree nur 40m hoch war und es, nachdem ich die haelfte des Weges genossen hatte, anfing zu regnen. Der Tree Top Walk, welcher sich im Karri Forest befindet, war dennoch nicht schlecht, zumal sich ein anderer kleiner Rundgang anschloss, bei dem so einige Baumriesen vom Boden aus und von aussen und innen zu bestaunen waren. Manche davon sind bis zu 70m hoch und ein besonders alter, mit 400 Jahren, "The Gatekeeper" hat einen Umfang von 12,5m. Aber auch das ist noch nicht das Maximum, denn in einem anderen teil des uralten Waldes gab es einen, den "Giant Tingle Tree", in dem man haette ein Kleinwagen parken koennen.

 

Damit hatte ich in Walpol den uralten Karri Forrest ausgiebig erlebt und konnte weiter nach Albany. Dies ist die erste Siedlung, die man Stadt nennen konnte, seit meinem Aufbruch aus Perth. Dennoch gab es einige nette Berge (oder eher Huegel?) in der Umgebung, welche natuerlich alle bestiegen werden wollten. Also ging es in auf Mt.Melville, wo es dank einer Aussichtsplatform einen guten Blick auf das Umland gab. Ausserdem musste auch Mt. Clarence und Mt. Adelaide herhalten, wobei es auf (/an) letzterem ein Militaermuseum gab denn dort gab es ein altes Fort welches im 2. WK zur Hafenverteidigung des strategisch wichtigen Hafens (denn der einzige geschutzte in einer Bucht fuer Ewigkeiten) im Suedwesten Australiens diente.

 

Damit war am 30.4.2007 meine Tour in den Suedwesten am Ende und ich bin zurueck nach Perth, von wo ich schon am 3.5.2007 wieder gestartet bin. Diesmal im Auto von Marco und zusammen mit Manuela.

 

Und gleich nach dem Start ging es auch geradewegs in den Norden. Der erste Hoehepunkt auf dieser Tour war dabei der Nambung NP mit der Pinnacles Desert. Die Pinnacles sind zum Teil ueber drei Meter hohe, gelbe, versteinerte Termitenhuegel, die mittlerweile unbewohnt mitten in einer Wueste aus ebenso gelbem Sand stehen. Was dem ganzen noch einen besonders schoenen Tupfer gab, war der Sonnenaufgang, den wird dort trotz des fruehen Aufstehens davor wirklich genossen haben. Leider war eine dicke Wolke genau an der falschen Stelle, sodass das besonders schoene direkte Sonnenlicht kurz nach dem Sonnenaufgang schon wieder verdeckt wurde und dann nur noch gelegentlich hindurch schimmerte. Nichts desto trotz ist dieses kleine Stueck Wueste (es hat nur ein paar km Ausdehnung) sehr erstaunlich und das fruehe Aufstehen hat sich durchaus gelohnt.

 

Von den Pinnacles ging es weiter zum Kalbarri NP, in dem es verschiedene schoene Aussichtspunkte ueber einen Gorge und die umgebende Natur gab. Ein "Gorge" (entspricht ungefaehr "Flussschlucht") ist aehnlich einem Canyon (im Erscheinungsbild), nur das der Canyon durch Plattenbewegung entstanden ist und der Gorge durch einen Fluss, der sich in die ungleich harten Boden gefressen hat (das war der Unterschied, wenn ich das auf der Tour Adl. - Alice richtig verstanden habe...). Fuer die Wanderwege dort fehlte uns leider die Zeit, denn es war schon fortgeschrittener Nachmittag als wir dort ankamen. Trotzdem war auch dies ein einmaliges Stueck Natur und eine Besonderheit war "The Window", welches ein grosses Loch im Fels oben auf einem der Schluchtraender war.

 

Dannach fuhren wir nach Monkey Mia (at Shark Bay), dem Delphine "Paradies". Hier sind die Hauptattraktion die Delphine, die mit grossem Brimborium drei Mal am morgen kurz gefuettert werden. Dennoch ist es eine gute Gelegenheit mal welche aus der Naehe zu sehen und ich war sehr faszienert, von der Agilitaet aber auch wie gefuehlsam diese Tiere sein koennen. Zum einen rasen sie blitzschnell durch das Wasser, wenn auf Jagt, zum anderen bewegen sie sich ganz vorsichtig und langsam und nehmen die zu verfuetternden Fische ganz feinfuehlig aber dennoch bestimmt aus der Hand. Ausser den Delphinen habe ich bei dem Ausflug zur Peron Penisola (Halbinsel) einen kurzen Blick auf einen Hai erhaschen koennen, der jedoch zu schnell wieder verschwunden war und zu unscheinbar um in auf ein Bild zu bannen. Auf dem Weg zum naechsten Stop haben wir noch die Stromatoliten im hypersalinen Sueden von Shark Bay (Hamelin Pool) bestaunt, die jedoch Aufgrund des Fakts, das es sich um Bakterienkolonien handelt weniger agil sind.

 

Ein weiteres besonders schoenes Plaetzchen an der Westkueste ist Coral Bay, wobei das Urlauber Dorf dort nicht das schoene ist, sondern vielmehr das Ningloo Reef, welches ca 50 Meter vom Strand entfernt beginnt und von Lebensvielfalt nur so strotzt. Hier war ich eine Tag sehr ausgiebig schnorcheln, was mir gleich einmal einen guten Sonnenbrand auf dem Ruecken einbrachte, da ich vor lauter Faszination fuer die Schoenheit und Vielfalt des Riffs alles andere vergessen habe. Dennoch war es das Wert, denn es gab Fische in allen Farben, Groessen und Formen. Man musste noch nichteinmal bis zum Beginn des Riffes schwimmen, denn schon als man den Kopf das erste mal unter Wasser tauchte, gab es gleich am Strand die ersten ca. 30cm grossen zu sehen. Am Riff war die Vielfalt natuerlich weitaus groesser. Dort tummelten sich kleine leuchtend- gelbe, feuer- orange, himmel- blaue, gelb- blaue, welche mit einem violetten Touch, welche die in allen Regenbogenfarben schimmern, wenn man von der richtigen Seite schaut und nicht zu vergessen, viele mit herrlichem Camoflage. Letztere waren oft klein und tummelten sich in Schwaermen (schwer zu schaetzen, aber denke ueber 100). Ausserdem konnte ich eine kleine (ca. 30cm) Schildkroete beobachten und einen Blick auf einen etwas ebenso grossen Rochen, welcher ueber den Sandboden huschte. Auch wenn die Korallen nicht ganz so bunt wie auf so manchem Foto waren, sondern eher gruen bis braungruen (oder so) gab es dennoch etwas Farbe an ihnen. So waren manche doch eher gelblich oder weisslich und manche hatten sehr weiss schimmernde Enden.

 

Der naechste Hoehepunkt in WA war ohne Zweifel der Karijini NP, der etwas von der Kueste entfernt liegt, was man in den doch etwas kuehleren Naechten auch spuert. Hier gibt es wieder einmal wunderbare Gorges, nur dass diese besonders eng (an manchen Stellen) und schoen sind. Ausserdem kann man in ihnen entlang gehen, was gelegentlich zu einem kleinen Abenteuer werden kann, denn manchmal werden sie schmaler als 50cm, manchmal muss man sich, auf beiden Seiten an den Felswaenden abstuetzend, wie eine Spinne ueber dem Wasser entlang bewegen, und wenn man zu den etwas mehr abgelegenen und schoenen Stellen moechte kommt man nicht umhin mancheinmal bis zu den Schultern nass zu werden. Aber auch das Bad im doch recht frischen Gorgewasser kommt einem sehr gelegen, denn es ist eine sehr erfrischende Abwechslung zur sonst so grossen Hitze, die das Kontinetalklima ueber den Tag so mit sich bringt und vor der man aufgrund von sonst spaerlicher Baumvegetation auch selten schutz findet.

 

Auf dem Rueckweg zur Kueste sind wir neben vielen toten Kaengarus und Rindern auch an einem sehr langen Truck vorbei gekommen. Die "Road Train" war wohl eine der laengeren, denn 4 Anhaengern, 22 Achsen und ueber 140 Tonnen kann man wohl berechtigt von einem Zug anstelle eines Trucks sprechen.

 

Nach einem Stopover in Broom mit einem obligatorischen und dennoch schoenen Sonnenuntergang an Cable Beach und einem Besuch von Cape Leveque ging es weiter und wir sind etwas in die Kimberleys. Dort gab es einmal wiedereinmal Gorges aber eben noch etwas mehr. Einer von diesen beherbergte eine Reihe von Suesswasserkrokodilen, welche jedoch im Gegensatz zum "Saltie" relativ klein und weniger gefaehrlich sind. Ausserdem genossen wir Tunnel Creek, welches ein natuerlich 700 Meter langer Flusstunnel durch eine Bergkette ist, in dem man (von Krokodilen ungefaehrdet) durchspazieren kann. Das einzige was dabei die voellige Dunkelheit in der Mitte der "Grotte" verhindert, ist der Einsturz, der sich genau an dieser Stelle befindet. Auch wenn das Licht im dunklen Tunnel meist spaerlich ist, gibt eine Taschenlampe dennoch genug davon her, um die Schoenheit der Stalaktiten (an der Decke) zu bewundern, die in den an manchen Stellen hallengorssen Auswaschungen wachsen.

 

Von da aus ging es mit einem kurzen Abstecher zum "Wolfe Creek Meteorite Crater" ueber Kununurra und mit vielen Strassenkilometern bis nach Kathrine, welches mit einem Zeitverlust von 1,5 Stunden im Northern Territory (=NT) liegt. Von da aus war es nicht mehr weit bis nach Darwin und wir besuchten noch Litchfield NP und Kakadu NP, welche beide sehr schoen sind, dem Karijini NP jedoch nicht den "1.Platz" abringen konnten. In Kakadu gab es auch einige Felszeichnungen der Aborigines zu sehen, wobei das fuer mich weniger interessant war, als die herrliche Aussicht, die man von dem einen oder anderen Huegel hatte. Ausserdem waren die Hauptattraktionen (zwei grosse Wasserfaelle) im Kakadu immer noch geschlossen, da wir so kurz nach der Regenzeit dort waren. Dennoch war auch der Besuch im Kakadu NP ein schoener, denn dort gab es eine komplett andere Landschaft zu bestaunen, bei der sich hier und da eine Erhebung aus der umgebenden Fluss und Sumpflandschaft etwas abhob.

 

Schliesslich ging es nach Darwin, welches mit etwas ueber 100 000 Einwohnern entfernt von einer Grossstadt ist und auf mich einen etwas verschlafenen Eindruck gemacht hat. Von da aus habe ich dann am 5.6.2007 einen Flug nach Cairns (ungefaehr gleiche Groesse, schaetze ich) genommen, welcher so frueh am Morgen war, dass ich den kompletten Tag noch zur ersten Stadterkundung frei hatte...

 

Soviel von der Westkueste (und dem NT) mit ihren schmuken Plaetzchen und damit auch von mir aus dem fernen Australien.

 

Seid alle lieb gegrüßt!

 

Fritz


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Hinaus ins weite Land - 1.05.2007

Hallo liebe Leute!


Nach einer ganzen langen Weile (ueber einen Monat), in der recht viel passiert ist, komme ich nun endlich wiedereinmal dazu einen Bericht zu schreiben. Dabei bin ich nicht nur bis nach Adelaide (SA) gekommen sondern via Alice Springs bis nach Perth. Am Wege gab es viel zu sehen, zumal schon die Strecke Melbourne - Adelaide ergiebig ist. Obwohl der zweite Teil von Adelaide nach Alice fuer weite Strecken durch die “Wueste” geht, ist er nicht weniger interessant, zumal natuerlich ungleich laenger. Aber alles besser der Reihe nach…


Mein letzter Bericht endete in Melbourne, und so beginne ich wieder dort, denn bevor ich die Metropole verliess, machte ich noch eine Philipp Island Peguin Tour, deren Hoehepunkt das Beobachten der “Little Peguins” (frueher “Fairy Penguins” genannt) war, welche nach Sonnenuntergang aus dem Meer kommen und ueber den Strand zu ihren Hoehlen watscheln. Im eigentlichen ist das auch ganz niedlich, vor allem wenn sie etwas straucheln und hinfallen, um dann gleich weiterzulaufen. Leider waren dort mehr Schaulustige als Pinguine. Es ist zwar gross als Eco- Tour ausgeschildert, aber es gestaltet sich als grosse Betontribuehnen, die in den Strand gebaut sind mit einem den Menschenmassen entsprechendem Visitor Centre und einem nicht gerade kleinen Parkplatz. So werden Besucher in taeglich in ganzen Bussladungen (bestimmt 10 und mehr) dort ausgeschuettet und die mehrere hundert Besucher beobachten dann vier, fuenf Grueppchen von ca. 20 - 30 Pinguinen ueber den Strand watscheln. Nun gut, jetzt aber zu dem weiteren Reiseverlauf.

Am 11.3.2007 habe ich es dann endlich geschafft aus Melbourne weg zu kommen (und vor dem Grand Prix zu fluechten) und bin erst mit dem Zug nach Geelong (VIC) und dann mit dem Bus entlang der Great Ocean Road bis nach Apollo Bay (VIC), einer der groesseren Orte am Weg. Der letzte Teil dieser Strecke (ab Torquay, VIC) war dabei wirklich sehr schoen, da sich die Strasse wirklich direkt an der Kueste entlang schlaengelt. In Apollo Bay hatte ich zwei schoene Tage, in denen ich die Umgebung erkundet habe und zum ersten mal nach ueber einem halben Jahr wieder einmal auf einem Fahrrad gesessen. Ich wusste gar nicht, das Fahrrad fahren so anstrengend seien kann…


Danach weiter mit dem Bus nach Port Campbell (VIC), von wo aus ich gedacht haette mir ein Fahrrad auszuleihen um die 12 Apostel und Londen Bridge nocheinmal in Ruhe zu besichtigen, zumal es mit dem Bus nur einen sehr kurzen Stop gab. Aber wie das eben so ist, gab es nirgends ein Fahrrad auszuleihen und ich sass zwei Tage in dem total toten Kaff fest, in dem es einen “General Store” zwei bis drei Restaurants oder Caffes und noch zwei weitere Souvenierlaeden gab. Zum baden gehen war es zu kalt und windig, zum wandern zu schwuel und ausserdem fehlten vernuenftige Wanderwege in der Umgebung. Ich war froh, als ich endlich dort weg kam und nach Warrnambool (VIC) gefahren bin, was wiedereinmal eine etwas groessere Siedlung (Stadt) an der Kueste war. Auch hier gab es, auf einer kleinen, der Kueste vorgelagerten und nur bei Ebbe erreichbaren Insel, eine Pinguin Kolonie. Es war jedoch wesentlich schwerer irgenwelche Pinguine zu sehen, denn es gab keine Beleuchtung und die Pinguine dort schienen wesentlich scheuer zu sein. So habe ich sie dort letztendlich nur gerochen, gehoert, und erahnt (und vielleicht einen dunklen Schatten weghuschen gesehen).


Von Warrnambool gings fuer mich weiter in die Grampians (Gebirge/ Bergland) nach Halls Gap (VIC). Hier hatte ich wieder drei ausgiebige Naturerkundungstage und habe so einige Berge bestiegen (und befahren, denn ich hatte wieder ein Rad zur Verfuegung) und genoss die verschiedenen fantastischen Ausblicke auf die weiten umgebenen Ebenen und die anderen Bergketten mit den breiten Niederungen dazwischen.


Nach diesen drei schoenen, aber auch anstrengenden Tagen von Natur pur, bin ich schliesslich weiter bis nach Adelaide (SA), wobei ich auf dem Weg das sehr wechselhaftes Wetter zu sehen bekam. So ging es von den sonnig und klaren Grampians durch die Ebenen Victorias, auf denen sich Staub- und Dreckschwaden gegenseitig bekaempften hinein nach South Australia, wo es die ganze Zeit (von kurz hinter der Grenze bis Adelaide) regenete.

Adelaide (ca. 1,2 Mill. EW) hat als Hauptstadt von South Australia (ca. 1,5 Mill. EW) natuerlich die State Libary of SA, Mueseum of SA sowie die Art Gallery of SA und Royal Botanic Gardens. Ausserdem hat die Stadt den ehemaligen Grand Prix Track, welcher ein Teil durch die Innenstadt geht und noch gelegentlich fuer andere rennen genutzt wird, sowie eine Schokoladenfabrik (Haigh’s Chocolate, nun nicht mehr ganz Familienbetrieb), die das Handwerk von Lindt gelernt hat und nicht weniger gut ist. Erstaunlich ist, das sie anstelle von Osterhasen Osterbilpis, kleine einheimische Beuteltiere, produzieren, welche wohl des Artenschutzes beduerfen. Von den Grosstaedten, die ich bisher besucht habe, gefaellt mir Adelaide eindeutig am besten, zumal es am wenigsten geschaeftig ist und vielleicht auch am meisten “deutsch”. Das liegt daran, dass SA keine Strafkolonie war, sondern von freien Siedlern bewohnt, darunter auch viele Deutsche. Orte (oder Stadtteile) wie “Klemzig” oder “Buchfelde” erinnern noch daran. Ausserdem gibt es dort eine sprugebundene Busstrecke, die sogenannte “O-Bahn” (vom deutschen Omnibus-Bahn), die wohl von Mercedes- Benz entwickelt wurde und auch im Ruhrgebiet (-in Essen soweit ich weiss-) gebaut.


Nach knappen zwei Wochen in Adelaide habe ich mich schliesslich kurzfristig entschieden, eine 6 Tage Tour nach Alice Springs via Flinders Ranges (Wilpena Pound) und Red Centre zu buchen. Somit bin ich am 4.4.2007 in einer Gruppe von 25 Leuten in einem Kleinbus raus aus Adelaide in die schwach besiedelten Teile des Landes.


Zuerst ging es dabei Richtung Nord-Nordost in die Flinders Ranges, eine grosse Bergkette im Norden Adelaides. Dort haben wir den Rand von Wilpena Pound, einem ringfoermigen Bergmassiv, erklommen, was uns einen wunderbaren Blick auf den eingeschlossenen Talkessel sowie die unendlich weiten Ebenen herum brachte. Von den Flinders ging es weiter nach Coober Pedy, DER Opalstadt. Diese liegt direkt in der Wueste, welche hier eher eine trockene Steppe ist, den es wachsen ein paar dornige Buesche. Rund um die Stadt findet man eine Mondlandschaft aus vielen Dreckkegeln, die logischerweise von dem Opalbergbau herruehren. Das besondere an Cooper Pedy ist, dass wohl ueber 80% der Bevoelkerung unter Tage leben. Das heisst, sie haben die ehemaligen Minien im Stadtgelaende zu Wohnungen umgebaut, was ohne weiteres moeglich zu seien scheint, da aufgrund der besonderen Bodenbeschaffenheit keine Stuetzbalken notwendig sind. Und obwohl auch hier in Australien vieles streng geregelt ist, scheinen die Bewohner eine italienische Ader zu haben, um Vorschriften zu umgehen. So ist Bergbau innerhalb der Stadt verboten, jedoch finden die Bewohner immer eine Ausrede, um weiter zu buddeln, zumal der Ausbau der Wohnung erlaubt ist. So wird nicht offiziel nach Opal gegraben, sondern sie brauchen eben ein neues (2., 3. und 4.) Schlafzimmer, eine Bowlingbahn oder ein Gaestebad eben genau dort, wo sie die Opalader vermuten. Und weiterhin wird dann auch das gefundene nicht etwa versteuert, sondern geht irgenwo an der Steuer vorbei. Geschlafen haben auch wir dort unter Tage, in einer grossen Hoehle mit abgetrennten Nieschen (die jedoch speziell als Herberge ausgegraben wurde).


Von Cooper Pedy fuehrte die Route nun zum “Red Centre”, dass heisst Uluru (Ayers Rock), Kata Tjuna (The Olgas) und Kings Canyon. Zuerst sind wir dabei natuerlich zum Uluru, der wirklich riesig ist und viel beeindruckender, wenn man vor der gewaltigen Sandsteinmasse steht, als wenn man sie so klein und huebsch auf Fotos sieht. Der Sonnenuntergang und Sonnenaufgang ist wirklich etwas schoenes und die Farbschattierung aendern sich tatsaechlich von Moment zu Moment. Neben Uluru gibt es noch die Konglomeratberge von Kata Tjuna im gleichen Nationalpark, wohin wir aber nur einen kleinen Abstecher machten, bevor wir weiter fuhren zu Kings Canyon. Australien ist ja bekanntlich gross und so wird das stundenlange durch die Wueste fahren mit der Zeit langweilig. Aber hin und wieder gibt es willkommene Unterbrechungen, wenn Wildtiere gesichtet werden. Kangaroos waren natuerlich die ersten Tiere die es zusehen gab (die ich schon vorher oefters beobachten konnte), da es sie nahezu ueberal gibt. Ausserdem und auch fuer mich neu gab es Wedge-tailed Eagels, die groessten und wirklich majestaetischen Raubvoegel hier in Australien, Emus, Spinnen, Kamele (Australien hat den groessten Bestand wilder Kamele ueber 300 000) und Dingos.


Kings Canyon ist ein Tal mitten in der Wueste, in welchem sich der “Garden of Eden” befindet. Sogenannt wird ein schmales Stueck Klufft, welches voll mit gruener Natur und dauerhaften Wasserloechern ist, in der sonst steinigen und trockenen Wildniss herum. Doch auch das umgebende Land hat seinen Reiz, denn es gibt viele kleine runde Huegel, die wie aufgestapelte Eierkuchen aussehen. Aussedem kann man bei Kings Canyon immer wieder neue fantastische Ausblicke entdecken und geniesen, die Kings Canyon fuer mich nicht weniger beeindruckend machen als den viel bekannteren Uluru. Nach ein paar weiteren hundert Kilometern und alles in allem wohl ueber 3000km Weg endete die durchaus schoene, wenn auch allzu kurze Tour am 9.4.2007 abends in Alice Springs.


In Alice gab es nicht viel zu sehen, und so war ich froh, dass ich schon am uebernaechsten Tag am Morgen mit einer Boeing 717 ueber den “Uluru NP”, wo ich nocheinmal einen kurzen Blick auf Kata Tjuna erhaschen konnte (oooh, sieht von oben auch sehr toll aus), nach Perth (WA) flog. Nun bin ich hier in Perth und muss sehen, wohin und wie ich weiter komme, denn obwohl ich noch 3,5 Monate hier in Australien habe, scheint mir die Zeit schneller zu vergehen als ich gedacht habe…


Euch nur das Beste wünschend


Fritz


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